Velofondo 2026

Velofondo 2026

Von Samstag, den 05.09.26 bis Sonntag 06.09.26 fand das 24-Stunden-Rennen mit Fahrrädern auf dem Lausitzring in Sachsen statt. 
Mit dabei Andreas Broschinski als Einzelstarter für die Emder Laufgemeinschaft. Das Event “Velofondo” wurde von der maximalPULS GmbH organisiert
und nutzte dafür die legendäre Rennstrecke. Ziel war es, Radsportlern vom ambitionierten Rennfahrer bis hin zu Familiengruppen auf einer
Motorsport-Rennstrecke zu vereinen und die seltene Kombination aus fahrerischer Ausdauer und echter “Motorsport-”, …ähh…Radsport-Atmosphäre zu bieten. 

Das Festival verzeichnet von Jahr zu Jahr steigende Teilnehmerzahlen und knackte schnell die Marke von über 1.000 aktiven Fahrern.
Neben den Extremdistanzen (wie dem 24-Stunden-Rennen, bei dem Siegerteams fast 1.000 Kilometer in 24 Stunden zurücklegen)
wurden im Laufe der Jahre verschiedene kürzere Formate über 2, 4 und 8 Stunden sowie Distanzrennen über 68 und 100 Kilometer etabliert.

Gefahren wurde auf einem 11,3 Kilometer langen Rundkurs, der aus einer Zusammenlegung von Grand Prix-Strecke und Hochgeschwindigkeitsoval bestand.
Die Gesamtstrecke war sehr flach und wies somit keine nennenswerte Steigung auf. Der Asphalt war überall von bester Qualität, 15 Meter breit
und außer auf dem Hochgeschwindigkeitsoval sehr kurvenreich, was konstantes Tempo, taktisches Windschattenfahren
und sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten ermöglichte. Windschattenfahren war übrigens vom Veranstalter ausdrücklich erwünscht.

Trotz dieser optimalen Randbedingungen war der Krankenwagen oft im Einsatz, da es immer wieder zu Kollisionen unter den Sportlern kam.
Auch das Wetter spielte an diesem Wochenende verrückt, da ein Tiefdruckgebiet knallharten Wind, Regen und kalte Temperaturen verursachte.
Gerade der immer wieder einsetzende Regen machte die Veranstaltung schwierig, da die Strecke nie richtig abtrocknen konnte. Nach 24 Stunden
sahen die Fahrer und ihre Räder aus, als wären sie im Gelände gefahren.

Das Herzstück: Das absolute Highlight des Festivals war das 24-Stunden-Rennen, das traditionell am Samstagmittag startete. Teilnehmer fuhren
entweder als Einzelstarter oder wechseln sich in Teams (2er, 4er, 8er) in der historischen Boxengasse ab. Gefahren wurde natürlich auch nachts unter Flutlicht,
jedoch waren nur circa zehn Prozent der Strecke beleuchtet. Die Nachtstunden waren für die Fahrer die härteste Zeit, denn der Kegel der Frontleuchte
erhellte begrenzt den scharzen Aspahlt und in teils weiter Ferne waren oft nur die Rücklichter der Vorderfahrer zu erkennen. Das Frontrad warf,
bedingt durch den nassen Aspahlt, bei jeder Umdrehung einen Wasserstrahl nach vorne und nach oben und beglückte den Fahrer mit nassen, schmutzigen Klamotten.
Das Windschattenfahren brachte dann noch zusätzliches Wasser durch das Hinterrad des Vorfahrers.

Das Sonntagswetter war wie ausgewechselt, denn die Sonne stand am Himmel und erwärmte die Luft auf bis zu 20 Grad. Schnell trocknete die Strecke
und Geschwindigkeit, sowie Spaßfaktor nahmen wieder zu. Doch der Körper wollte nicht mehr so richtig: der Hintern schmerzte, Arme, Beine und Rücken taten weh.
“Nur noch die letzte Runde durchstehen…”, dann war es um 12 Uhr vollbracht.

Andreas konnte vierzig Runden und 448 Kilometer als Einzelfahrer nachweisen. Sein persönliches Ziel konnte er nicht erreichen,
doch er landete bei den Einzelstartern im Mittelfeld. Platz 45 (alle) und 8. Platz in der Master 3.

Bericht: Andreas Broschinski

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